Fachbegriffe der Immobilienbranche

Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten

Im Regelfall fallen insgesamt 10 % des Kaufpreises als Kaufnebenkosten bei einem freihändigen Erwerb an: 5 % Grunderwerbsteuer, 1,5% Notarkosten, 3,57% Maklerkosten.

Kaufnebenkosten (ZV)

Kaufnebenkosten im Zwangsversteigerungsverfahren

Die Kaufnebenkosten sind im Regelfall im Zwangsversteigerungsverfahren günstiger als im normalen Grundstücksverkehr. Es fallen folgende Nebenkosten an: Vom Amtsgericht eine Zuschlagsgebühr 0,5%, Grunderwerbsteuer 5 %. Die Dienstleistungen des ZV-Maklers sind im Regelfall für Sie provisionsfrei. Insgesamt betragen die Kaufnebenkosten also ca. 5,5 % und sind damit ca. 3 % günstiger als bei einem "normalen" Kauf.

Negativerklärung

Negativerklärung

Mögliches Sicherungsmittel für Finanzierungen mit einer relativ geringen Darlehenshöhe (beispielsweise 10 000 Euro) Durch die Negativerklärung verpflichtet sich der Darlehensnehmer, sein Vermögen nicht durch Veräußerung oder Belastung seines Grundbesitzes oder durch Bestellung sonstiger Sicherheiten an Dritte zu Ungunsten des Kreditgebers zu verändern. Sie wird statt einer Grundschuldeintragung eingesetzt.

Nießbrauch

Nießbrauch

Belastung einer Immobilie in Abteilung II des Grundbuchs zu Gunsten einer bestimmten Person. Sie ist dadurch berechtigt, die Immobilie entsprechend zu nutzen. Dieses Recht macht normalerweise eine Immobilie unverwertbar, da es den Käufer von der Nutzung ausschließen würde.

Notaranderkonto

Notaranderkonto

Ein auf den Namen eines Notars eingerichtetes Bankkonto zur treuhänderischen Verwaltung fremder Gelder. Das Notaranderkonto ermöglicht eine vorzeitige Darlehensauszahlung, so lange die Grundschuld noch nicht eingetragen ist. Der Notar gewährleistet die zweckmäßige Verwendung der Gelder (Treuhandauftrag).

Sicherheitsleistung

Sicherheitsleistung

Im Versteigerungstermin kann der Gläubiger bei Gebotsabgabe des Bietinteressenten Sicherheitsleistung beantragen. Diese ist dann sofort gegenüber dem Rechtspfleger zu erbringen. Kann der Bietinteressent die Sicherheitsleistung nicht erbringen, wird das Gebot zurückgewiesen. Die Sicherheitsleistung beträgt pauschal unabhängig von der Gebotshöhe 10% vom festgesetzten Verkehrswert. Die Sicherheitsleistung kann in mehreren Formen geleistet werden:

a) Ein von Ihrem Kreditinstitut ausgestellter Bankverrechnungsscheck, (darf ausschließlich von Ihrer Bank ausgestellt und unterschreiben werden). Der Bankverrechungsscheck bezieht sich auf ein Konto Ihrer Bank bei einer anderen Bank, ist im Inland zahlbar und darf frühestens 3 Werktage vor dem Zwangsversteigerungstermin ausgestellt werden. Sie können diesen Scheck bei Ihrem Kreditinstitut / Hausbank bestellen.

Bitte beantragen Sie den Scheck rechtzeitig: Ihre Bank benötigt im Regelfall mindestens 2 Werktage zur Ausstellung.

b) Die Überweisung der Sicherheitsleistung an die zuständige Gerichtskasse des Amtsgerichtes. Diese Überweisung sollte im Regelfall eine Woche vor dem Zwangsversteigerungstermin erfolgen.

c) Eine unbedingte und unbefristete selbstschuldnerische Bürgschaft eines inländischen Kreditinstitutes.

Bitte beachten Sie: Bargeld ist seit dem 16.02.2007 nicht mehr zulässig!

Sondernutzungsrecht

Sondernutzungsrecht

Ausschließliches Nutzungsrecht an einem genau definierten Teil des gemeinschaftlichen Eigentums für einen bestimmten Sondereigentümer. Beispiele für Sondernutzungsrechte gibt es häufig für Kfz-Stellplätze, Gartenanteile und Kellerräume.